Israel heute. Eine kleine Stadt am Meer, an deren Rand vor allem jüdische Familien, die einst aus Marokko eingewandert sind und arabische Familien leben. Alte Legenden, Religion und Alltag verweben sich mit Liebe und Hass in einer Familie, der Unmöglichkeit und Möglichkeit der Versöhnung zwischen zwei Schwestern über das Leben hinaus.
Die den marokkanischen Legenden nach wie vor anhängende Rama hat seit 20 Jahren nicht mehr mit ihrer jüngeren Schwester Marie gesprochen, vorgeblich weil diese durch die Hochzeit mit einem Araber den religiösen Eltern das Herz gebrochen hat. Aber unter der Oberfläche brodeln unausgesprochene Beziehungen, Sehnsüchte und Begierden, in die Marie und Ramas Mann involviert sind. MY LOVELY SISTER ist ein poetischer Film, geprägt durch sparsame Dialoge und Bilder israelischer Wirklichkeiten, die eine behutsame Kamera und ein verhalten ausdrucksstarkes Spiel der Mitwirkenden in ein fast schon zeitloses Werk eines magischen Realismus auf der Leinwand verwandeln.
Die zwei Hauptdarstellerinnen haben 2011 den israelischen Oscar (Ophir Award) für ihre einmalige Leistung erhalten. MY LOVELY SISTER ist zweifelsohne einer der schönsten und bedeutendsten aktuellen Spielfilme aus Israel. Nach COMME TON PÈRE zeigen wir den neuen Spielfilm des Regisseurs Marco Carmel als Österreich-Premiere.
JUDIOS EN EL ESPACIO / JEWS IN SPACE / JUDEN IM ALL (Argentinien 2005)
Donnerstag, 26. April 2012 um 19:00 Uhr
ACHTUNG:
NEUER TAG & BEGINNZEIT: 19.00 Uhr
Ab sofort finden die Filmabend jeweils am DONNERSTAG um 19.00 statt
Mit Einführung und Diskussion.
REGIE, BUCH: Gabriel Lichtmann
KAMERA: Diego Poleri
MUSIK: Diego Voloschin
SCHNITT: Andrés P. Estrada
PRODUZENTEN: Pablo Larripa, Giselle Argenta, Daniel Martinez, Diego Radivoy, Fernando Sirianni
LÄNGE: 89 Minuten
MIT: Gabriela Andermann, Axel Anderson, Gerardo Chendo, Samy Lerner, Veronica Llinès, Celeste Martin, Luna Paiva u.a.
FORMAT: Digitale Projektion
Span. OF, Hebr. und Engl. UT
ÖSTERREICHPREMIERE
Die Gefühle, Liebesgeschichten und Erfahrungen dreier Generationen treffen in dieser dramatischen jüdischen Komödie aufeinander. Die familiären Konflikte einer jüdischen Familie in Argentinien brechen auf, als man im Rahmen eines Pessach-Seders wieder zusammen findet – einschließlich Eifersucht und Selbstmordversuchen. Glänzend aufspielende Schauspieler, die dem Zuschauer erklären, warum diese Nacht anders als alle anderen Nächte ist, bringen uns das heutige Leben in einem jüdischen Milieu Argentiniens nahe. Wie können Angehörige der jungen Generation mit religiösen Traditionen umgehen? Was bedeutet für Erwachsene die immer wieder neue Konfrontation mit den Erinnerungen an die eigene Kindheit? Was heißt es, in einer nichtjüdischen Umwelt jüdische Identitäten zu bewahren?
JEWS IN SPACE ist der erste Langfilm des 1974 in Buenos Aires geborenen Regisseurs Gabriel Lichtmann Die Filmerzählung ist auf originelle Weise mit Musiksequenzen einer Pop-Band verbunden, die sich JEWS IN SPACE nennt. Der Film, der bislang nur auf Festivals gezeigt wurde, wird als Österreich-Premiere gezeigt.