Robert Guédiguian, ein Filmemacher mit armenisch-deutschen Wurzeln, schrieb und inszenierte dieses außergewöhnliche Résistance-Drama. Der Film lief 2009 zusammen mit Tarantinos INGLOURIOUS BASTERDS im Filmfestival von Cannes an und zeigte im Gegensatz zu Tarantinos Rache-Fantasie die authentische Geschichte armenischer und jüdischer Widerstandskämpfer im besetzten Frankreich. Im Zentrum stehen der armenische Poet und Anführer der Résistance-Gruppe Missak Manouchian und die zwei jüdischen Kämpfer Thomas Elek und Marcel Rayman. Guédiguian knüpft in seiner Bildsprache an große Vorbilder wie Jean-Pierre Melvilles L’ARMÉE DES OMBRES (1969) an, wobei er anders als Melville Gewalt, aber auch die ethnischen Identitäten, viel pointierter zeigt.
THE ARMY OF CRIME ist einer der besten und aufrichtigsten Filme zum Widerstand, fern ab der zahlreichen Komödien und verkitscht-heroischen Überzeichnungen. Unterstützt von jungen hier noch unbekannten Schauspielern zeigt Guédigan den Widerstand gegen die Nazis nicht als Doku-Drama oder Actionfilm, sondern als einen aufregenden menschlichen, oft verzweifelten, Freiheitskampf: „True, we are weak and helpless, but the only answer to the hater is resistance!”(Abba Kovner)