THE MATCHMAKER / DER HEIRATSVERMITTLER / ONCE I WAS / PAAM HAYITI
ÖSTERREICH PREMIERE
VERANSTALTUNGSORT: METRO Kino (Johannesgasse 4, 1010 Wien)
Hebräische OF mit engl. UT
Mit Einführung und Diskussion.
REGIE: Avi Nesher BUCH: Avi Nesher nach der Novelle von Amir Gutfreund PRODUZENTEN: Avi Nesher, Chilik Michaeli, Ishay Mor für Metro Communications, Artomas Communications, United Channel Movies MUSIK: Philippe Sarde KAMERA: Michel Abramovicz LÄNGE: 117 Minuten MIT: Adir Miller, Maya Dagan, Tuval Shafir, Dror Keren, Dov Navon, Yarden Bar-Kochba, Neta Porat, Bat-El Papura, Yael
Official Selection - Toronto International Film Festival 2011 Opening Night Film - Los Angeles Israeli Film Festival 2010
PAAM HAYITI ist einer der liebenswertesten und zugleich packendsten neuen israelischen Spielfilme. Dramen der Hafenstadt Haifa, Liebesgeschichten, Erinnerungen werden aus dem Blick eines Jugendlichen zu einem unverfälschtes und emotionalen Bild der israelischen Gesellschaft in den späten 60er Jahren. So wie Avi Neshers Film HASODOT / DIE GEHEIMNISSE, den der Jüdische Filmclub Wien im vergangenen Jahr zeigte, junge Frauen in ihrem Ringen um Glaube und Rabbinertum darstellt, entwirft der Regisseur hier ein poetisch-realistisches Bild, in dem in Israel Geborene, Shoah-Überlebende, Einwanderer ihre persönliche Geschichte rund um einen Heiratsvermittler einbringen. Dessen Wahlspruch ist: Du bekommst, was Du brauchst, nicht was Du möchtest.
Der junge neugierige Arik wächst in Haifa auf. Es ist das Jahr 1968, „ein Sommer der Liebe“, wie Avis Nesher sagt, „nach dem Sechstagekrieg von 1967. Arik arbeitet in den Sommerferien für Yankele, einen Heriratsvermittler, Überlebender der Shoah, der sich vor allem mit besonderen Fällen befasst. Mit Ariks Augen sehen wir die Ober- und die Unterwelt in Haifa, erleben Abenteuer die nur in Haifa möglich waren. Zugleich ist es ein Film der jungen israelischen Gesellschaft über ihre Auseinandersetzung mit den Überlebenden und den Verlorenen der Shoah. Vor allem aber ist es ein Film über die Liebe, über die in jeder Gesellschaft notwendige Akzeptanz der Anderen und deren persönlicher Geschichte. Mit Humor, Ironie und sogar Anklängen an den Film Noir wird filmisch gekonnt und mit hervorragenden Darstellern die turbulente Suche nach der oder dem Richtigen in Szene gesetzt.