VERANSTALTUNGSORT: METRO Kino (Johannesgasse 4, 1010 Wien)
Französische OF mit engl. UT
Mit Einführung und Diskussion.
REGIE, BUCH: Micha Wald
MUSIK: Claude La Haye
KAMERA: Jean-Paul de Zaetijd
SCHNITT: Susana Rossberg
LÄNGE: 100 Minuten
MIT: Zaccaï, Popeck, Nassim Ben Abdelmoumen, Abraham Leber, Nassim Ben Abdeloumen, Irène Herz, Marta Domingo
ROME International Film Festival JERUSALEM Jewish Film Festival 2009 (Israel) TORONTO Jewish Film Festival (Kanada) ZAGREB Jewish film festival (db simon) (Kroatien)
Micha Wald, 1974 in Brüssel geboren, prägt mit seinen Filmen das Bild des aktuellen jüdischen Kinos in Belgien. Während sein erster Langfilm, „Voleurs de chevaux“ (In the arms of my enemy, 2007) ein spannendes Kossakendrama war, ist „Simon Konianski“ (2009) eine überschäumende zeitgenössische Farce, die manches Tabu bricht.
Das problematische Aufeinandertreffen zwischen „first“ und „second generation“ wird ebenso witzig wie tragisch gezeichnet. Micha Walds Humor ist niemals verletzend, immer versöhnlich und man spürt die Liebe zu seinen schrägen Figuren. Am Anfang glaubt man eine jener typischen Familienkomödien zu sehen, wenn Simon wieder zu seinem Vater Ernest zieht und ihre unterschiedlichen Lebensweisen und Ansichten sich reiben. Aber dann entwickelt sich „Simon Konianski“ zu einem skurillen Road-Movie, wenn sich Simon zusammen mit seinem Sohn und weiteren seltsam-paranoiden Verwandten zu einer „Expedition“ nach Osteuropa aufmacht.
Während „Everything is illuminated“ (USA 2005) weltweit in die Kinos kam, blieb „Simon Konianski“ ausser in Frankreich und Belgien zu Unrecht ein reiner Festivalfilm. Auch in „Simon Konianski“ geht es um eine Reise in die Ukraine – allerdings mit einem Sarg im Gepäck.