VERANSTALTUNGSORT: METRO Kino (Johannesgasse 4, 1010 Wien)
Mit Einführung und Diskussion.
REGIE: Mihaly Kertész (=Michael Curtiz)
BUCH: Ladislaus Vajda
KAMERA: Gustav Ucicky, Maximilian Nekut, Hans Theyer
PRODUZENT: Alexander Graf Kolowrat, Arnold Pressburger
LÄNGE: 95 Minuten
MIT: Adolf Weisse, Arlette Marchal, Oskar Beregi, Adelqui Millar, Ferdinand Onn, Reinhold Häussermann, Hans Marr, Maria Korda
MIT LIVE MUSIK AUS DEM ALTEN ÄGYPTEN
Als Hollywood von der Wiener Großproduktion der Zehn Gebote erfuhr und die ersten begeisterten Besprechungen in Europa und in England eine unglaubliche Konkurrenz für die Studios in Los Angeles befürchten ließen, erreichte ein Scheck mit vielen Nullen den erfolgreichen Wiener Regisseur Mihaly Kertesz. Er packte seine Koffer und wurde in Hollywood zu einem der erfolgreichsten Filmemacher, allerdings unter dem namen Michael Curtiz – Regisseur von CASABLANCA.
Die SKLAVENKÖNIGIN erzählt die biblische Geschichte als Action- und Liebesfilm, aber aus der Perspektive einer jungen jüdischen Sklavin, die sich ausgerechnet in den Sohn des Pharaos verlieben muss, dessen Schwester unheimlich bösartig intrigiert. Im Film besuchen wir die jüdischen Stämme, sehen den grandios und trickreich gefilmten Untergang des alt-ägyptischen Heeres und einen Moses, der trotz Zaudern die Fluten des Roten Meeres teilt. DIE SKLAVENKÖNIGIN wurde mit Tausenden Komparsen in Wiener Studios gefilmt, zur Premiere waren ägyptischer Schmuck und Haartracht angesagt. 1924 schwelgte Wien in Ägyptomanie, nicht zuletzt weil auch der Schatz des TutAnchAmon im Museum zu bewundern war. Die Bibel erwies sich einmal mehr als das beste Drehbuch, und Michael Curtiz als der Spitzenregisseur des abenfüllenden Monumentalfilms.