Das dritte Jahr des Jüdischen Filmclubs Wien beginnt mit einem französischen Special, einer jüdischen Liebesgeschichte, die viel mit dem Beginn unserer monatlichen Filmabende im Metro-Kino zu tun hat. Der Auftakt im Winter 2008 war der französische Spielfilm MÄNNER SIND AUCH NUR FRAUEN / L`HOMME EST UNE FEMME COMME LES AUTRES. Unter der Regie von Jean-Jaques Zilbermann spielten Elsa Zylberstein, Antoine de Caunes und Gad Elmaleh. Eine wichtige Nebenrolle kam einer Klarinette zu, die von dem weltbekannten Solisten Giora Feidman gespielt wurde. Der Film war 1998 enstanden und gehört heute zu den Klassikern des jüdischen Films.
Zehn Jahre später führte der Regisseur Mitwirkende wieder zusammen, ergänzt durch andere bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler wie Catherine Hiegel und vor allem Mehdi Dehbi in einer brillanten Rolle. Wie war es den heldinnen und Helden von 1998 ergangen, welche Lieben hatten sie gefunden, und was ist aus dem Baby von damals geworden. Jetzt trifft der zehnjährige Bub zum ersten Mal seinen Vater und vor allem seine Großmutter – und Papas neue Liebe, die mal als Frau und mal als Mann auftritt. Wie steht es um Männlichkeit, Weiblichkeit und den Vater, der von seiner neuen Liebe sagen kann: Er ist mein Mädchen / Ma mec à moi.
Kurz, der Jüdische Filmclub Wien eröffnet die Saison 2011 erneut mit den mitreißenden Klarinettensoli von Giora Feidman und mit den schrägen Wirren in einer jüdischen Familie, die zwar älter aber nicht sonderlich weiser geworden ist.
Wie in den vergangenen Jahren so beginnt auch 2011 einmal im Monat die Woche am Sonntag Abend mit einem Kinoereignis.
Der Musiker Simon Eskenazy steht vor der Produktion einer Musik-CD und vor einer internationalen Tournee, als über ihm die familiären und Liebeswirren zusammenbrechen. Die kranke Mutter muss von ihm bei sich aufgenommen werden. Seine neue Liebe spricht eher Arabisch und Französisch als Jiddisch und Hebräisch. Damit nicht genug taucht seine geschiedene Frau Rosalie mit dem gemeinsamen Sohn Yankele und ihrem neuen Ehemann auf.
Am Horizont ist auch bereits der orthodoxe Vater von Rosalie aus New York zu sichten. Also alles Voraussetzungen für eine umwerfende Komödie aus dem heutigen jüdischen Liebes- und Familienalltag.