Neu und provokativ, vertraut aber nicht in Vergessenheit geraten, bewegte Bilder jüdischer Lebenswelten von Sydney bis New York: So sind die Filme, die im Rahmen des neu gegründeten Jüdischen Filmclubs Wien vorgestellt werden. Er ist eine Initiative von Bella Makagon (Moadon – Club junger jüdischer Erwachsener), Prof. Frank Stern (Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte am Institut für Zeitgeschichte) und Prof. Klaus Davidowicz (Institut für Judaistik, beide Universität Wien). Zum Auftakt am 16. November wurde der Film „Männer sind auch nur Frauen“ (Frankreich 1998, Regie: Jean-Jacques Zilbermann) gezeigt. Das Wiener Metro Kino war bis zum letzten Platz gefüllt.
Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln. Nur mit Humor lassen sich ernsthafte Familienprobleme, auch wenn sie ungelöst bleiben, entspannt betrachten. So werden Grenzen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft abgebaut. Das ist wohl auch die Botschaft dieses Filmes, einer Liebeskomödie mit etwas anderen Vorzeichen.
Ich hatte das große Vergnügen, am 16. November 2008 um 15 Uhr der Eröffnung eines jüdischen Filmclubs in Wien beizuwohnen. Einige junge Menschen haben die Entscheidung getroffen, jüdische Filme einem interessierten Publikum zu präsentieren. Juden und Nichtjuden sind dazu eingeladen, zumindest sechs Veranstaltungen pro Jahr zu besuchen.
Mit dem Metro-Kino hat der jüdische Filmclub ein Kino mit besonderer Atmosphäre als Veranstaltungsort und das Filmarchiv als Kooperationspartner bekommen. Wie einer der Initiatoren bekundete, werden unterschiedlichste Filme im Jahr 2009 auf dem Spielplan stehen. Es wird zudem versucht werden, Regisseure, Schauspielerinnen und Schauspieler für die Veranstaltungen zu gewinnen.