In Anwesenheit der Regisseure Robert Schindel und Lukas Stepanik
GEBÜRTIG ist eine der bedeutendsten österreichischen Auseinandersetzungen mit der Shoah und den psychischen Problemen der sogenannten “first” und “second” Generation – der Überlebenden und deren Kinder.
Wo bis dahin nur heimelnde Bockerer-Atmosphäre herrschte, legt der Film die Finger in die nie verheilten Wunden und zeigt ein dichtes faszinierendes Bild Wiens, der “einstigen Welthauptstadt des Antisemitismus, die heute Hauptstadt des Vergessens ist.”
REGIE: Robert Schindel und Lukas Stepanik BUCH: Georg Stefan Troller, Robert Schindel, Lukas Stepanik nach dem Roman Gebürtig von Robert Schindel PRODUZENT: Niki List KOPRODUZENTEN: Lukas Stepanik, Daniel Zuta, Michal Kwiecinski KAMERA: Edward Klosinski SCHNITT: Hubert Canaval MUSIK: Peter Ponger DARSTELLER: Peter Simonischek, Ruth Rieser, August Zirner, Katja Weitzenböck, Daniel Olbrychski, Corinna Harfouch PRODUKTION: cult Film Wien in Koproduktion mit Extrafilm Wien, DaZu Filmproduktion Köln und Akson Studio Warschau LÄNGE: 110 Minuten FORMAT: 35mm, Farbe
Englische Originalversion 2008 (Final Release Version) mit deutschen Untertitel
Vorweg: Alles beruht bei DAVID & LAYLA auf einer wahren Begebenheit. Auf einem Transatlantik-Flug sitzen eine junge muslimische Kurdin und ein typisch-atypischer junger New Yorker Jude nebeneinander. Es zündelt, es brodelt, es explodiert.
Romeo und Julia als jüdisch-kurdischer Beziehungsclinch.
Shiva Rose spielt die Kurdin Layla und David Moscow die Rolle von David. Das wirkliche Paar wirkt in dieser »Romantic Comedy« in Nebenrollen mit. Dem Film gelingt es, langweilige Stereotypen und Klamauk zwischen »Koscher« und »Halal« zu vermeiden, obwohl die jüdische Familie religiös und traditionsbewusst lebt und der Onkel von Layla ein radikaler muslimischer Traditionalist ist. David und Layla tragen konfliktreich aus, woher sie kommen, wer sie sind und wie sie zusammenkommen können.
Schluss: Das wirkliche Paar ist immer noch verheiratet.
Die Mischung aus Realität und Fiktion begeisterte die amerikanische Presse. Der Film lief bereits auf mehreren Festivals
REGIE, BUCH: Jay Jonroy KAMERA: Harlan Bosmajian CHOREOGRAPHIE: Jay Jonroy und Joy Nirenstein MUSIK: Richard Horowitz, John Lissauer DARSTELLER: David Moscow, Shiva Rose, Peter van Wagner, Polly Adams, Ed Chemaly, Anna George LÄNGE: 106 min FORMAT: 35 mm
VORPROGRAMM: THE RED TOY / DAS ROTE SPIELZEUG (Israel 2004)
Was passiert in Jerusalem, wenn ein palästinensischer Bub ein tönendes Spielzeug findet, dass auch israelischen Soldaten gefällt, aber auch arabischen Erwachsenen, das eine junge Nonne fasziniert undmit dem letztlich auch ein orthodoxer jüdischer Bub spielen möchte?
Lassen wir uns überraschen von THE RED TOY, einem Kurzfilm ohne Wort und mit Musik, Geräuschen, wundervollen Bildern.
Ein Kurzfilm, der alles in zehn Minuten sagt, was es über die Spannungen und Konflikte in Jerusalem zu sagen gibt.
REGIE: Dani Rosenberg LÄNGE: 10 min FORMAT: Beta-SP
JEWBOY von Tony Krawitz (geboren 1967 in Johannesburg) zeigt die faszinierende Identitätssuche des jungen Yuri (Ewen Leslie), der nach dem Tod des Vaters einen einjährigen Israel-Aufenthalt beendet und nach Australien zurückkehrt. Krawitz porträtiert hier einen jüdischen »Taxi Driver«, dessen Glaubenssuche und problematische Liebesbeziehungen vor dem Hintergrund der chassidisch-orthodoxen Gemeinde in Sydney spielen. Trotz der Kürze des Films (52 Minuten) erreicht JEWBOY dank Ewen Leslie eine spannende Intensität, die von Nebendarstellern wie Naomi Wilson als Großmutter Minnie mehr als unterstützt wird.
REGIE, BUCH: Tony Krawitz KAMERA: Greig Fraser MUSIK: Decoder Ring SCHNITT: Jane Moran DARSTELLER: Ewen Leslie, Naomi Wilson, Saskia Burmeister, Leah Vandenberg, Nicholas Eadie, Chris Haywood PRODUKTION: Libby Sharpe, Liz Watts LÄNGE: 52 Minuten FORMAT: 35 mm